Hinter den Kulissen der Fernsehstudios
Von Tricks, Kameras, Scheinwerfern und TV-Berühmtheiten liess sich eine Gruppe des Frauenvereins Gelterkinden beeindrucken.
«Sie werden heute einige Illusionen verlieren mit dem Blick hinter die Kulissen», warnte Erich Michel, der die 19 Interessierten des Frauenvereins Gelterkinden durch die Anlagen des Deutschschweizer Fernsehstudios Zürich inklusive tv production center mit seinen rund 1600 Mitarbeitenden führte.
Die Zentrale des Schweizer Fernsehens ist ein veritables Labyrinth, in dem man sich nur zu leicht verlaufen kann. Der Frauenverein warf einen Blick in Regieräume, die Studios von Tagesschau, Sportpanorama und Kassensturz. Von der «Bluebox», wo sich Nicole Schneeberger, die den Ausflug auf die Beine gestellt hatte, als Sprecherin versuchte, gings auch zur Arena, wo Urs Leuthart die Aufzeichnung der Sendung vorbereitete.
Beni national taucht auf Nach dem Abendessen setzte sich die erwartungsfreudige Gelterkinder Gruppe in die grosse Arena, in der 450 Zuschauer Platz finden, für die Aufzeichnung der Generalprobe von «Benissimo». Das Duo DivertiMento und die Tanzgruppe Friends wärmten das Publikum auf, ehe Showmaster Beni Turnheer auftauchte für die – an diesem Tag noch unechte – Verlosung mit den sieben Kugeln.
Ständig huschten Kameramänner mit ihren schweren Ausrüstungen herum und über den Köpfen der Zuschauer schwebte bedrohlich tief an einem langen Arm ein Aufnahmegerät quer über die Bühne. Die prallen Muskeln der feurigen, artistischen Pellegrini-Brothers liessen Frauenaugen glänzen. Jung bis alt freute sich über Ausschnitte aus dem Musikal «Ewigi Liebi», der Oper «La Traviata » mit Noemi Nadelmann und Kamen Chanev und der Circusshow «Afrika, Afrika» mit phänomenal sich verrenkenden Schlangenfrauen.
Echte Elefantenrunde Am Bildschirm gab es eine echte «Elefanten-Runde» zu bewundern, wo die vier Parteipräsidenten der Bundesratsparteien SP, FDP, SVP und CVP statt einer politischen Diskussion eine Nummer auf den Elefanten des Circus Knie vorführten unter der Leitung von Franco Knie. Ebenso am Monitor waren die «Schauspielfriends » zu sehen, welche die Zuschauer mit gespielten Witzen zum Lachen brachten. Gedoubelt wurde an diesem Abend einzig die britische Sängerin Natasha Bedingfield – von der Tochter des Regisseurs.
Auf der Rückreise war man sich einig, dass sowohl der Blick hinter die Kulissen, wie vorbeihuschende Fernsehgrössen und das Miterleben vom grossen Aufwand für eine Sendung ein Erlebnis gewesen sei.
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